Massive Belastungen in Langenzersdorf

Langenzersdorf - Bereich Alleestraße
2017 hat die Gemeinde im Bereich Alleestraße den Vorrang geändert, um verkehrsberuhigende
Maßnahmen 
einzuleiten. 
  
Langenzersdorf Zentrum (B3)
2018 will die Gemeinde im Bereich des Gemeindeamtes eine Neugestaltung vornehmen und einen
Kreisverkehr errichten, da dies eine ruhigere Abwicklung des Verkehrs bewirken könnte.
    
Langenzersdorf Belastung A22

Die Gemeindepolitiker unterstützen die Forderung nach Tempo 80 auf der A22 um lärmreduzierende
Verkehrsmaßnahmen. (mehr lesen)
 

 

 

 

Im Bereich von Bisamberg
wurden trotz enormer
Lärmbelastung keine Lärmschutzwände errichtet

    

A 22 im Bereich Bisamberg
Grundsätzlich begrüßen wir die Forderung von Langenzersdorf nach einer Geschwindigkeitsreduktion entlang der A22, denn nicht nur in Langenzersdorf sind die Menschen extrem belastet. Im Bereich Bisamberg gibt es keine Lärmschutzwand wie in Langenzersdorf und Korneuburg. Der Schall wird ungehindert kilometerweit getragen und breitet sich über große Teile von Bisamberg aus. Bis weit nach oben am Bisamberg ist an manchen Tagen die Lärmkulisse hörbar. (Lärminfos)

B3 im Bereich Bisamberg
Im
Bereich Bisamberg ist eine Geschwindigkeit von 70 km/h pro Stunde erlaubt, obwohl die Belastungen für die Anrainer seit langem bekannt sind. 

 

Die Strecke zwischen Korneuburg Ost über Langenzersdorf wird bereits jetzt von vielen Mautflüchtlingen als Ausweichroute Richtung Wien genutzt, obwohl ein LKW-Fahrverbot über 3,5 to besteht.


Von Frühling bis Herbst sind viele Motorradfahrer unterwegs und die Lärmbelastung ist teilweise unerträglich.

 

Im Bereich zwischen Wien und Langenzersdorf wurde die Geschwindigkeit von 70 km/h auf 50 km/h (teilweise 30 km/h) reduziert und in den Kreuzungen wurden Kreisverkehre errichtet.

 

In diesem Zusammenhang stellen wir uns folgende Fragen:
a.) Ist Tempo 80 auf der Autobahn die richtige und effektivste Geschwindigkeit?
b.) Wie wird sich Tempo 80 auf die B3 (derzeit Tempo 70) auswirken?
c.) Kommt es zu einer Verlagerung des Verkehrs von der Autobahn auf die B3?

Korneuburg Ost
Staus gehören bereits jetzt zum Alltag

Immer mehr Lärm durch die Bahn
Immer mehr Züge in kürzeren Abständen.
 

Die Züge sind mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Im Bereich Bisamberg gibt es keinen Lärmschutz. Bereits um 3.15 Uhr fahren die ersten Lastzüge mit hohem Tempo. Der Schall trifft  ungehindert auf die Wohngebiete.  Auch in Langenzersdorf und Korneuburg gibt es Probleme.

Korneuburg

Korneuburg muss sich ebenfalls Herausforderungen in der Zukunft stellen. (mehr lesen)
 

http://www.traffix.co.at/mobilitaetskonzept-fuer-korneuburg/


2019 wird ein neuer Merkur-Markt im Wohnbauprojekt Corena Nowa entstehen.
  
2020 soll der Umzug der RWA Zentrale nach Korneuburg stattfinden. 500  Mitarbeiter werden  
hier tätig werden.
    
Wohnbauprojekte werden neu geplant.

stufenweise Entwicklung
Langenzersdorf Nord

Verkehrsberechnung nach Bosserhoff bei KMU´s –Produzierendes Gewerbe nach Bosserhof  (2000) für das Gebiet Langenzersdorf Nord:

Die Beschäftigtenanzahl lässt sich anhand der Art der Beschäftigung und der 
Baugrundstücksfläche
 abschätzen. 
 

 

Produktion mit Nebenfunktionen:

50 bis 100 Beschäftigte / ha

Industriepark

35 bis 50 Beschäftigte / ha

Gewerbepark

50 bis 100 Beschäftigte / ha

Dienstleistungsorientiertes Handwerk

30 bis 50 Beschäftigte / ha

 

 

Gesamtfläche

 

40 ha

Nettobauland

40ha x 0,8

32

Beschäftige pro Nettobauland

 

50 bis 100

Gewählte Anzahl

Pro ha

50

Beschäftigte

32x50

1600

 

VERKEHR BESCHÄFTIGTE
Die Höhe des Verkehrsaufkommen in Gewerbegebieten wird maßgeblich von der Anzahl der Beschäftigte bestimmt. Nach den Hinweisen zur Schätzung des Verkehrsaufkommen von gebietstypen (FGSV 2004) beträgt das Verkehrsaufkommen der Beschäftigten (Wege zur Arbeit/von der Arbeit und in der Mittagspause) bei Produktionsbetrieben, Transportgewerbe und Einzelhandel 2,0 bis 2,5, bei Handwerk und Dienstleistung / Büro 2,5 bis 3 Wege pro Beschäftigten und Tag. In den spezifischen Weghäufigkeiten sind Zu- und Abschläge, z.B. für Teilzeitarbeit, Schichtdienst, Mittagspendeln und Nichtanwesenheit am Arbeitsplatz enthalten.

Das Verkehrsaufkommen von Gewerbegebieten ist überwiegend MIV (Motorisierter Individualverkehr). In der Regel kommen bis zu 90 % der Beschäftigten mit dem PKW zur Arbeit. In extremen Randlagen ohne attraktives Öffi – Angebot kann der Anteil bis zu 100 Prozent betragen.

Im vorliegenden Fall Langenzersdorf  Nord setzen wir einen MIV Anteil von 100% und einen PKW Besetzungsgrad von 1,1 Personen pro Fahrzeug an. 

 

1600 Beschäftigte x 2 Wege / Tag = 3200 Wege / Tag
3200 Wege / 1,1 Besetzungsgrad = 2909 Fahrten pro Tag 

KUNDEN- UND BESUCHERVERKEHR

Die Zahl der Wege von Kunden und Besuchern hängt stark von der Publikumsintensität der Nutzungen ab. Nach Hinweisen zu Schätzung des Verkehrsaufkommens von Gebietstypen liegt die Zahl der Wege von Kunden und Besuchern je Beschäftigten für die Bereiche Produktion und Dienstleistungen mit wenig Publikumsverkehr zwischen 0,5 und 1.

Im Fall Langenenzersdorf wird der untere Wert von 0,5 angenommen.

1.600 Beschäftigte x 0,5  = 800 Fahrten pro Tag

 

WIRTSCHAFTSVERKEHR
Der Wirtschaftsverkehr eines Gewerbegebietes ist mit 0,5 bis 2,0 Wegen pro Beschäftigten anzusetzen

1600 Beschäftigte x 1 = 1600 Fahrten pro Tag KFZ

Der von außen eingetragene Wirtschaftsverkehr (An- und Ablieferungen außerhalb des Gebietes liegender Unternehmen, Fahrten in Ausübung des Berufes, die nicht schon unter Kunden und Besuchern abgehandelt sind, z.B. Geschäftsvertreter, Versorgungs- und Servicefahrten (Müll, Reparaturen usw.)) kann vereinfachend als Zuschlag mit 5 bis 30% zu den für das Gebiet ermittelten Fahrten der Beschäftigten hinzugerechnet werden. Der Zuschlag ist in Abhängigkeit von der Branchenstruktur bzw. von der Anzahl der Betriebe zu wählen. 5% Zuschlag treffen eher bei überwiegend kleingewerblich strukturierten oder mit Einzelhandel besetzten Gebieten und relativ kleinen Flächengrößen zu. Ein Zuschlag im Bereich von 30% ist eher größeren, nicht monostrukturierten Gebieten mit kleinteiligen Nutzungsstruktur (Industrieparks usw.) anzusetzen.

Im vorliegenden Fall wird ein Zuschlag von 30% herangezogen
   2909 Pkw/Tag im Beschäftigtenverkehr · 30% ≈ 872 LKW/Tag jeweils im Ziel- und Quellverkehr
 

 

 

40 ha

10 ha

Berufsverkehr PKW

2909

727

Kunden und Besucher (0,5) PKW

800

200

Kunden und Besucher (1,0) PKW                          

1600

400

Wirtschaftsverkehr  (1,0) KFZ

1600

400

Wirtschaftsverkehr  (2,0)KFZ

3200

800

LKW

872

218

Insgesamt

6181

1545

 

8581

2145

 

Gutachten/Recherchen 
 Im Zug der Arbeiten in der Bürgerinitiative „Nein zum Logistikzentrum“ mussten wir feststellen, dass Gutachten 
„geschönt“ dargestellt werden, um die dazu benötigten Genehmigungen zu erhalten und die Bevölkerung zu
 beruhigen. Unsere Recherchen haben ergeben, dass die Verkehrszahlen in bereits bestehenden Postverteilzentrum
bis zu 3 x so hoch waren als angegeben und den von Bosserhoff genannten Zahlen entsprachen.

Zusätzliche Mautflüchtlinge
Sollte das Gewerbegebiet Langenzersdorf Nord verwirklicht werden, ist mit zusätzlichen Mautflüchtlingen zu rechnen. Langenzersdorf ist Quell- u. Zielgebiet. Die LKWs dürfen ungestraft auf der B3 zwischen Strebersdorf und Korneuburg Ost verkehren und ersparen sich dadurch Mautgebühren.

 

Die S1 ist über Bisamberg/Kleinengersdorf und Hagenbrunn schneller erreichbar, die Strecke ist kürzer. So kann Zeit und Maut gespart werden.