..... das ist schlecht!
 Baumschlägerung durch die MA 49 (Stadt Wien) am Bisamberg

 

11.4.19 Verwirrung um Verbotsschild -
Die MA49 behauptet, dieses Schild nicht aufgestellt zu haben - wer dann?

Sind die Arbeiten wirklich abgeschlossen?

 

Welche Auswirkungen auf die Vogelwelt sind zu erwarten?

 

Aufgrund der ungünstigen Wahl des Zeitpunktes der Schlägerungen sind jedenfalls alle Vogelarten betroffen, die früh im Jahr zu brüten beginnen. Hier wären insbesondere die Spechte zu nennen. Im gegenständlichen Bereich des Bisambergs brüten neben den kommuneren Arten Bunt- und Schwarzspecht auch die anspruchsvolleren Arten Mittel- und Kleinspecht. Bei allen Spechtarten ist Balz, Höhlenbau und Brut jedenfalls ab März in vollem Gange – alle Arten sind somit voll betroffen.

 

Sollten die Schlägerungen tatsächlich bis Anfang Mai weitergehen, wären auch einige sensible Singvogelarten des Bisambergs betroffen (z.B. Halsbandschnäpper und Waldlaubsänger), die Ende April im Gebiet ankommen und zur Brut schreiten.

 

Nicht unerwähnt soll auch bleiben, dass die Waldschnepfen, die jedes Jahr in diesem Bereich des Bisambergs balzen (März) durch den späten Zeitpunkt der Arbeiten gestört werden.

 

Es wurden in den oberen Absätzen nur Vogelarten erwähnt, die für intakte Wälder des Weinviertels Artenschutz relevant sind. Durch die Schlägerungen werden natürlich viele andere (kommunere) Arten auch erheblich gestört (z.B. Mistel- und Singdrossel, Meisen, Kleiber, Baumläufer, diverse Finkenarten) – all dies sind Standvögel oder Kurzstreckenzieher, die im März/April bereits voll im Brutgeschäft stecken.

 

 

29.3.19

Brigitte Etzelsdorfer macht sich selbst ein Bild und ist traurig, als sie die riesigen Stapel an gefällten Bäumen sieht.

25.3.19 Die Bevölkerung ist erschüttert, der Bisamberg ist teilweise kahlgeschlagen. Nicht nur das Eschensterben setzt dem empfindlichen Ökosystem zu. Warum schlägert die MA49 so viele Bäume? Die Wanderwege sind in einem entsetzlichen Zustand und das Wild aufgescheucht. 

 

11 ha Wald wurden radikal geschlägert. Es wurden nicht nur Eschen, sondern auch Eichen, Ahorn usw. umgeschnitten. Die Gemeinde Wien besitzt 86 ha Wald am Bisamberg, wie soll es weitergehen?

 

Der Bisamberg ist naturschutztechnisch international von Bedeutung und große Teile stehen unter Naturschutz Europaschutzgebiet FFH (Natura 2000). Er ist eine Grünoase und Erholungsgebiet für Wiener und Niederösterreicher.

 

Bei den Arbeiten wird sichtlich schweres Gerät verwendet (Harvester), außerdem machen die Arbeiten eher den Eindruck eines flächigen Kahlschlages (wo einzelne Überhälter stehen bleiben) als eine gezielte Entnahme von Einzelbäumen (Eschen)

Gesetzesänderung betreffend Haftung erforderlich

Wir von LELOG haben bereits im Jänner eine Änderung des Gesetzes betreffend Haftung gefordert.

 

Wir von LELOG vermuten, dass das Eschensterben in vielen Fällen zum Anlass genommen wird, um einen wirtschaftlichen Nutzen daraus zu ziehen.  Wieder Wirtschaft vor Umwelt - wie lange wird das noch gut gehen?