Anleitung für ein Bienenhotel

 

Material:
-alte Dosen, 10 bis 20 cm hoch
-hohle Pflanzenstängel, z.B. von Stauden oder Schilf
evtl. Bindegarn oder Draht


Schritt 1
Die Pflanzenstängel mit einer Gartenschere auf Länge der Dose einkürzen


Schritt 2
Die Dosen mit den geschnittenen Stängeln befüllen. Darauf achten, dass die Knoten (Nodien) hinten liegen, da sie so einen natürlichen Verschluss bilden. Die Stängel sollten ausreichend dicht in die Dose gepresst werden, damit sie nicht herausfallen können. Alternativ kann man sie auch mit Bindegarn oder Draht zu Bündeln zusammenfassen.
Vorsicht bei scharfen Dosenrändern!

Schritt 3
Anschließend die befüllten Dosen im Garten an einem möglichst geschützten, sonnigen Ort aufhängen, am besten in leichter Schräglage nach unten, damit kein Wasser eindringen kann. Die Öffnungen sollten aufgrund der bei uns vorherrschenden Westwetterlage nicht in diese Himmelsrichtung exponiert sein (Wind!, Regen!), sondern idealerweise nach Südosten.

Wie lege ich ein Bienenrestaurant an?

 

Bienenrestaurant anlegen
Boden ca. 1 Spaten tief umgraben.
Rasen und Pflanzenteile entfernen, den Boden durcharbeiten bis er locker ist.
Auf nährstoffarmen Böden entsteht ein artenreiches Bienenrestaurant, das nacheinander blüht. Im Garten kann dafür der Boden mit feinem Kies oder Sand vermischt werden. Die Samen mit der Hand auf das Beet streuen. Leicht in den Boden eindrücken und mit einer dünnen Schicht Erde bedecken. Die Erde während der Keimzeit (ca. 4-6 Wochen) gut feucht halten.

Nicht für den Verzehr geeignet
keine Futtermittelpflanzen

 

Wo erhalte ich ein Bienenrestaurant von LELOG?

Die Bienenrestaurants kannst du über lelog@gmx.at anfordern. Wir schicken es dir dann per Post. Wir bitten dich, uns die Postgebühren von ca. 1,50 Euro zu ersetzen und auf unser Vereinskonto bei der Oberbank AG , IBAN AT22 1500 0042 2101 6407 zu überweisen. Oder du kommst persönlich vorbei.

 

Wann und wo?

Wir sind am 4.5.19 von 9.00 - 15.00 Uhr am Markttag im Schlosspark Bisamberg und am 1.6.19 von  15.00 und am 2.6.19 von 11.00 - 17.00 am Dorffest in Bisamberg.

 

10.4.19   LELOG verschenkt 1000 Bienenrestaurants

 

Zu wenig Nahrung für die Bienen

Der Hauptgrund für den dramatischen Rückgang der Bienen liegt im Verschwinden ihrer Lebensräume. Landwirtschaftliche Monokulturen haben artenreiche Trockenrasen, Streu- und Bergwiesen weitgehend verdrängt. Damit finden Bienen einerseits immer weniger Wildblumen, sprich Nahrung. Andererseits sind auch natürliche Nistplätze, z. B. offene, sandige Bodenstellen oder Hecken, verloren gegangen. Der Hauptgrund für den dramatischen Rückgang der Wildbienen liegt im Verschwinden ihrer Lebensräume. 

Die Umweltinitiative LELOG verschenkt daher 1000 Samenpakete, mit denen eine kleine Blumenwiese von ca. 10 Quadratmeter ausgesät werden kann. „Wenn wir 1000 dieser Bienenrestaurants eröffnet haben, dann ist den Bienenpopulationen in Niederösterreich unglaublich geholfen.

Die Samen kann man unter lelog@gmx.at anfordern

 

Lelog dankt der Firma Fetter Baumarkt GmbH aus Korneuburg für die Spende der Samen für die Bienenrestaurants.

 

21.3.19 - Summ, summ, summ, Bienchen summ herum - aber wie lange noch?

Frühlingserwachen

Die kalten Tage werden weniger und der Frühling kehrt wieder zurück. Wenn es wieder wärmer wird, erwacht die Natur zu neuen Leben. Die ersten Frühlingsblumen im Garten entfalten ihre Blüten und wir hören das vertraute summen und brummen – aber wie lange noch? In den letzten Jahren konnten wir immer wieder darüber lesen und hören, dass ein massives Bienensterben im Gange ist.
Die kalten Tage werden weniger und der Frühling kehrt wieder zurück. Wenn es wieder wärmer wird, erwacht die Natur zu neuen Leben. Die ersten Frühlingsblumen im Garten entfalten ihre Blüten und wir hören das vertraute summen und brummen – aber wie lange noch? In den letzten Jahren konnten wir immer wieder darüber lesen und hören, dass ein massives Bienensterben im Gange ist. Wir von LELOG möchten zum Erhalt dieser wichtigen Spezies beitragen. Deshalb werden wir in den nächsten Wochen immer wieder über dieses wunderbare Lebewesen berichtet. Wir erzählen ihnen über die Wanderbienen in den USA oder warum in China der Mensch die Arbeit der Insekten bereits übernommen hat.

In Österreich gibt es ca. 700 Wildbienenarten und ca. 50% davon findet man am Bisamberg, direkt vor unserer Haustür. Der Flugradius einer Biene liegt bei ca. 3 Kilometer, in Ausnahmefällen bei bis zu 7 Kilometer. Bei ihren täglichen Flügen besuchen sie auch unsere Gärten und wir, als ihre direkten Nachbarn beeinflussen mit unserer Lebensweise auch die Bienen. Es ist notwendig diese wichtigen Nützlinge zu verstehen und zu helfen, dass sie überleben.

Neben den Wildbienen rund um den Bisamberg haben Imker ihre Völker. Da bei der Echten Honigbiene das ganze Volk durch den Winter kommt (genauer: Eine reduzierte Anzahl sogenannter „Winterbienen“) sind sie schon im zeitigen Frühjahr zur Stelle, wenn es gilt unsere früh blühenden Obstsorten zu bestäuben. Sie fliegen, wenn es sein muss, bei 8 bis 10 Grad Außentemperatur, ihr Optimum liegt bei 20 bis 25 Grad. So hängt bei den Echten Honigbienen, anders als bei Echten Wespen, wo lediglich die befruchtete Königin gut versteckt die Winterkälte überlebt und im Frühjahr ganz von Neuem auf sich gestellt einen Hofstaat aufbauen muss, in der kalten Jahreszeit der Überlebensfaden nicht an einem einzelnen Tier. Hummeln können selbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf den Flügeln sein. (Quelle: More than Honey von Markus Imhoof)

Wildbienen hingegen sind Solitärbienen. Sie bauen ihre Nester und versorgen ihre Brut ohne Mithilfe von Artgenossen. Jedes Nest enthält nur ein Weibchen, das im Laufe seines vier- bis achtwöchigen Lebens ganz allein 4–30 Brutzellen baut und versorgt. Es gibt keinen Kontakt zwischen den Generationen. Die meisten heimischen solitär lebenden Bienenarten haben  einen einjährigen Lebenszyklus und nur eine Generation pro Jahr.

Bisher wurde davon ausgegangen, dass der Großteil der Bestäubungsleistung in landwirtschaftlichen Kulturen von Honigbienen geleistet wird. Neuere Untersuchungen zeichnen hingegen ein anderes Bild. Wildbienen erwiesen sich auch als die effizienteren Bestäuber, da ihr Blütenbesuch zu doppelt so viel Fruchtansätzen bzw. einer doppelt so hohen Samenanzahl führte.
Die Bienen bereichern nicht nur unser Leben mit ihrem Honig oder Wachs, sondern sind „für unser Überleben“ notwendig.  Dazu soll bereits Albert Einstein gesagt haben: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”

In nächsten Wochen wird LELOG mehr über diese wunderbaren Tiere berichten. Themenschwerpunkte wie das Bienensterben und seine Auslöser, Infos von Imker direkt, über das Leben der Tiere allgemein und die Arbeit, die sie für uns vollbringen, werden wir Beiträge bringen. Sie können auch unseren Berichten auf Facebook folgen.